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Allgemeines

Entwicklung
Die fünf ersten Schüler des Buddha mit dem Dharmachakra, einer symbolischen Darstellung der Lehre, das in der frühen buddhistischen Kunst auch für den Buddha selbst steht
Der Buddhismus entstand auf dem indischen Subkontinent durch Siddhartha Gautama.  Der Überlieferung zufolge erlangte er im Alter von 35 Jahren durch das  Erlebnis des „Erwachens“ eine Aufeinanderfolge von Erkenntnissen, die es  ihm ermöglichten, die buddhistische Lehre zu formulieren. Bald danach  begann er mit der Verbreitung der Lehre, gewann die ersten Schüler und  gründete die buddhistische Gemeinde. Bis zu seinem Tod im Alter von 80  Jahren, mit dem bei ihm nach buddhistischer Vorstellung das endgültige Nirwana (Parinirvana, „Verlöschen“) eintrat, wanderte er lehrend durch Nordindien.
Von der nordindischen Heimat Siddhartha Gautamas verbreitete sich der Buddhismus zunächst auf dem indischen Subkontinent, auf Sri Lanka und in Zentralasien. Insgesamt sechs buddhistische Konzile trugen zur „Kanonisierung“ der Lehren und, gemeinsam mit der weiteren Verbreitung in Ost- und Südostasien, zur Entwicklung verschiedener Traditionen bei. Der nördliche Buddhismus (Mahayana) erreichte über die Seidenstraße Zentral- und Ostasien, wo sich weitere Traditionen wie etwa Chan (China), Zen (Japan) und Amitabha-Buddhismus (Ostasien) entwickelten. In die Himalaya-Region gelangte der Buddhismus auch direkt aus Nordindien; dort entstand der Vajrayana (Tibet, Bhutan, Nepal, Mongolei u. a.).  Aspekte des Buddhismus drangen auch in andere religiöse Traditionen ein  oder gaben Impulse zu deren Institutionalisierung (vgl. Bön und Shintō bzw. Shinbutsu-Shūgō).Von Südindien und Sri Lanka gelangte der südliche Buddhismus (Theravada)  in die Länder Südostasiens, wo er den Mahayana verdrängte. Der  Buddhismus trat in vielfältiger Weise mit den Religionen und  Philosophien der Länder, in denen er Verbreitung fand, in  Wechselwirkung. Dabei wurde er auch mit religiösen und philosophischen  Traditionen kombiniert, deren Lehren sich von denen des ursprünglichen  Buddhismus stark unterscheiden.
Lehre
Das Dharmachakra (Rad der Lehre) ist das Symbol der Lehre des Buddha. Die acht Speichen des Rades weisen auf den Edlen Achtfachen Pfad hin.
Grundlage der buddhistischen Praxis und Theorie sind die Vier Edlen Wahrheiten: Die Erste Edle Wahrheit, dass das Leben in der Regel vom Leid (dukkha) über Geburt, Alter, Krankheit und Tod geprägt ist;
die Zweite Edle Wahrheit, dass dieses Leid durch die Drei Geistesgifte Gier, Hass und Verblendung  verursacht wird; die Dritte Edle Wahrheit, dass zukünftiges Leid durch  die Vermeidung dieser Ursachen nicht entstehen kann bzw. aus dieser  Vermeidung Glück entsteht und die Vierte Edle Wahrheit, dass die Mittel  zur Vermeidung von Leid, und damit zur Entstehung von Glück, in der  Praxis der Übungen des Edlen Achtfachen Pfades zu finden sind. Diese bestehen in: rechter Erkenntnis, rechter Absicht,  rechter Rede, rechtem Handeln, rechtem Lebenserwerb, rechter Übung,  rechter Achtsamkeit und rechter Meditation, wobei mit recht die Übereinstimmung der Praxis mit den Vier Edlen Wahrheiten, also der Leidvermeidung gemeint ist.
Nach der buddhistischen Lehre sind alle unerleuchteten Wesen einem endlosen leidvollen Kreislauf (Samsara) von Geburt und Wiedergeburt unterworfen.  Ziel der buddhistischen Praxis ist, aus diesem Kreislauf des ansonsten  immerwährenden Leidenszustandes herauszutreten. Dieses Ziel soll durch  die Vermeidung von Leid, also ethisches Verhalten, die Kultivierung der Tugenden (Fünf Silas), die Praxis der „Versenkung“ (Samadhi, vgl. Meditation) und die Entwicklung von Mitgefühl (hier klar unterschieden von Mitleid) für alle Wesen und allumfassender Weisheit (Prajna)  als Ergebnisse der Praxis des Edlen Achtfachen Pfades erreicht werden.  Auf diesem Weg werden Leid und Unvollkommenheit überwunden und durch Erleuchtung (Erwachen) der Zustand des Nirwana, der Leidlosigkeit bzw. der Zustand des Glücks realisiert.
Indem jemand Zuflucht zum Buddha (dem Zustand), zum Dharma (Lehre und Weg zu diesem Zustand) und zur Sangha[19](der  Gemeinschaft der Praktizierenden) nimmt, bezeugt er seinen Willen zur  Anerkennung und Praxis der Vier Edlen Wahrheiten und seine Zugehörigkeit  zur Gemeinschaft der Praktizierenden des Dharma. Die Sangha selbst  unterteilt sich in die Praktizierenden der Laien-Gemeinschaft und die ordinierten der Mönchs- bzw. Nonnenorden.

Grundlagen des Buddhismus
Ein dem Buddha zugeschriebener Sinnspruch steht im Karlsruher Garten der Religionen. Es ist der fünfte Vers des Dhammapada. Richtig übersetzt, hieße es „Nicht-Hass“ anstelle von „Liebe“.
In seiner ursprünglichen Form, die aus der vorliegenden ältesten  Überlieferung nur eingeschränkt rekonstruierbar ist, und durch seine  vielfältige Fortentwicklung ähnelt der Buddhismus teils einer in der  Praxis angewandten Denktradition oder Philosophie.
Der Buddha selbst sah sich weder als Gott noch als Überbringer  der Lehre eines Gottes. Er stellte klar, dass er die Lehre, Dhamma  (Pali) bzw. Dharma (Sanskrit), nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhalten, sondern vielmehr durch eigene meditative Schau (Kontemplation)  ein Verständnis der Natur des eigenen Geistes und der Natur aller Dinge  gewonnen habe. Diese Erkenntnis sei jedem zugänglich, der seiner Lehre  und Methodik folge. Dabei sei die von ihm aufgezeigte Lehre nicht dogmatisch  zu befolgen. Im Gegenteil warnte er vor blinder Autoritätsgläubigkeit  und hob die Selbstverantwortung des Menschen hervor. Er verwies auch auf  die Vergeblichkeit von Bemühungen, die Welt mit Hilfe von Begriffen und  Sprache zu erfassen, und mahnte gegenüber dem geschriebenen Wort oder  feststehenden Lehren eine Skepsis an, die in anderen Religionen in dieser Radikalität kaum anzutreffen ist.
Von den monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) unterscheidet der Buddhismus sich grundlegend. So kennt die buddhistische Lehre weder einen allmächtigen Gott noch eine ewige Seele.
Das, und auch die Nichtbeachtung des Kastensystems, unterscheidet ihn auch von Hinduismus und Brahmanismus, mit denen er andererseits die Karma-Lehre teilt. In deren Umfeld entstanden, wird er mitunter als eine Reformbewegung zu den vedischen  Glaubenssystemen Indiens betrachtet. Mit dieser antiritualistischen und  antitheistischen Haltung ist die ursprüngliche Lehre des Siddhartha Gautama sehr wahrscheinlich die älteste hermeneutische Religion der Welt.

Entnommen: Wikipedia
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